Neuer FIFA-Qualitätsstandard zur Förderung der Fussballentwicklung

Mehr als 400 Vertreter der Fussballbranche, von Interessengruppen des Fussballs, einschließlich der FIFA-Mitgliedsverbände, der Konföderationen und grosser Ligen, sowie aus dem Forschungs- und Testsektor nahmen kürzlich online an der dritten Ausgabe der Qualitätsprogrammkonferenz und des Forschungssymposiums der FIFA teil, um die Qualitätsstandards weiter voranzubringen und die Forschung stärker auf innovative Entwicklungen auszurichten.

Die diesjährige Veranstaltung, die während zehn Tagen verschiedene Seminare und Informationsveranstaltungen umfasste, stand ganz im Zeichen der Präsentation des neuen FIFA-Qualitätsstandards „FIFA Basic“. Mit Blick auf die Vision des FIFA-Präsidenten eines wirklich globalen Fussballs bietet das Team des FIFA-Qualitätsprogramms der Industrie einen passenden Rahmen, um Produkte, Spielflächen und Technologien herzustellen, die die steigenden Bedürfnisse des Fussballs auf allen Stufen befriedigen. "FIFA Basic", der die bewährten FIFA-Standards "FIFA Quality" und "FIFA Quality Pro" ergänzt, fokussiert auf Kosteneffizienz sowie Langlebigkeit und dient der Sicherheit der Spieler.

Bei der Veranstaltung wurden ferner das neue FIFA-Qualitätsprogramm für Fussballtore sowie Richtlinien für Kunstrasen und Flutlicht präsentiert. Im Mittelpunkt des FIFA-Forschungssymposiums standen Erkenntnisse der Wissenschaft. So präsentierten die Sheffield Hallam University und die Manchester Metropolitan University ihre Arbeit zu dynamischen Testmethoden zur Beurteilung der Leistung von Abseitstechnologie, während das Massachusetts Institute of Technology Sports Lab ein von ihm entwickeltes Modell zur automatischen Ereigniserkennung anhand von Tracking-Daten vorstellte.

Darüber hinaus zeigte das Team des FIFA-Qualitätsprogramms eine neue Initiative für innovative Fussballprodukte, die auf den Markt kommen, aber im Fussball noch nicht zugelassen sind. Das FIFA-Innovationsprogramm bietet ein transparentes und einheitliches Verfahren, das neue Produkte für eine Zulassung binnen einer vorgegebenen Zeitspanne und anhand klar definierter Ziele bestehen müssen. Einzelheiten zum Projekt werden demnächst bekannt gegeben.

Die Veranstaltung ermöglichte einen wichtigen Austausch von Informationen zu globalen Standards und neuen Entwicklungen mit Vertretern der Industrie, der Fussballwelt und der Forschung. Insbesondere konnten wir aber erfahren, mit welchen Herausforderungen die Industrie in diesen schwierigen Zeiten kämpft, und mögliche Lösungen diskutieren. Dank der neuen Qualitätskategorie ,FIFA Basic‘ und dem FIFA-Innovationsprogramm wird es möglich sein, auf allen Stufen des Fussballs günstigere und zweckmässigere Produkte anzubieten.

Johannes Holzmüller FIFA-Direktor der FIFA-Subdivision für Fussballtechnologie und -innovation