Einführung von Torlinientechnologie in England

Rechtzeitig zum Start der neuen Saison Mitte August wurden alle 20 Stadien der Premier League mit Torlinientechnologie (in England auch als "Goal Decision System" bekannt) ausgestattet. Zum Einsatz kam das Hawk-Eye-System bereits am ersten Spieltag, als es bei einer knappen Entscheidung in der Partie zwischen Chelsea und Hull City vom Schiedsrichter zurate gezogen wurde.

Während in anderen Sportarten der Einsatz von Technologie in den letzten Wochen für einige Negativschlagzeilen sorgte - bei der traditionellen Kricket-Serie "The Ashes" zwischen England und Australien löste das "Hotspot"-System eine Kontroverse aus, und in Irland hatte der gälische Sportverband GAA mit einem ähnlichen Problem zu kämpfen - gab es in den Premier-League-Stadien bisher keinerlei Anlass zu Beanstandungen. In Einklang mit den Anforderungen der Spielregeln wurden die an den einzelnen Spielorten installierten Systeme durch das FIFA-akkreditierte Testinstitut Labosport im Vorfeld gründlich auf Zuverlässigkeit und Genauigkeit geprüft. Die Einrichtungen in den 20 Stadien der Liga (sowie im Wembley-Stadion) wurden vorerst für ein Jahr zertifiziert und dürfen in diesem Zeitraum - sofern die Bestimmungen des jeweiligen Wettbewerbs dies erlauben - bei allen Partien eingesetzt werden.

Wie zuverlässig, praktikabel und effektiv das System während der ganzen Saison sein wird, stößt auch bei den Verantwortlichen anderer Ligen und Wettbewerbe auf großes Interesse und wird ihnen aufzeigen, worauf sie bei der Einführung von Torlinientechnologie besonders achten müssen.

Eine Liste aller von der FIFA zertifizierten Installationen finden Sie, wenn Sie auf den Link in der rechten Menüleiste klicken.