FIFA Qualitätsprogramm für Fussbälle macht großen Schritt in Richtung neues Testhandbuch 2015

Das FIFA Qualitätsprogramm für Fussbälle nutzte die alle zwei Jahre stattfindende Messe FSB in Köln zum mittlerweile dritten Treffen seiner Arbeitsgruppe "Entwicklung der Qualität von Fussbällen“, um ihre aktuellen Forschungsergebnisse zu diskutieren.

Die Experten, die sich aus Lizenznehmern des Programms, Forschungs- und Testinstituten sowie Universitäten zusammensetzen, analysierten die Ergebnisse aus den derzeit durchgeführten Studien, um daraus die Testanforderungen und -methoden für 2015 abzuleiten. Basis aller Studien und Diskussionspunkte sind die Ergebnisse der in diesem Jahr durchgeführten "Spielerbefragung" durch die Universität Loughborough, bei der professionelle Spieler zu ihren Erwartungen und Bedürfnissen an einen Fussball befragt wurden. Ballrücksprung und -gewicht (hier untersucht durch Gewichtszunahme durch Wasseraufnahme) sind dabei Kriterien, die das aktuelle Testprotokoll betreffen:

• Ballrücksprung:
Eine Basisstudie zum Thema Rücksprung bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ergab einen Anstieg der Varianz des Sprungverhaltens innerhalb einzelner Bälle sowie auch zwischen den verschiedenen Modellen. Hier werden weitere Untersuchungen folgen, um ein mögliches Testprozedere zu definieren.

• Wasseraufnahme:
Basierend auf einer Analyse der Ball-Testhistorie durch die EMPA, der grundsätzlichen technischen Entwicklung von Bällen und einer Computersimulation zur Berechnung des Einflusses der Wasseraufnahme bei Fussbällen auf den Ballimpact bei Kopftreffern durch die TU München, wurde beschlossen, die Wasseraufnahme zu reduzieren. Genaue Daten folgen Anfang 2014.

Diese Studien, Diskussionspunkte und Entscheidungen werden mit den Lizenznehmern beim jährlichen Treffen während der ISPO im Januar 2014 diskutiert, um damit dann das neue Testhandbuch für 2015 festzulegen.