Kunstrasenplatz in Bangladesch wird zum Mittelpunkt

Bangladesch verfügt über rund 160 Millionen Einwohner und rangiert, was die Bevölkerungsdichte betrifft, weltweit auf Platz acht. In der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste ist Bangladesch mit Platz 157 hingegen in den hinteren Regionen klassiert, was die Fussballleidenschaft in dem Land jedoch keinesfalls schmälert - ganz im Gegenteil. Die FIFA fördert diese Begeisterung und die positive Entwicklung des Fussballs in Bangladesch über das Goal-Programm.

Im Rahmen dieses Programms übergab FIFA-Preferred-Producer LIMONTA SPORT Anfang März 2012 den ersten "11-a-side" -Kunstrasenplatz an den Fussballverband von Bangladesch (Bangladesh Football Federation - BFF) und sorgte damit gleichzeitig für eine Premiere: Zum ersten Mal überhaupt wurde in Bangladesch ein Kunstrasenplatz installiert. Im November 2012 erhielt er das Gütesiegel FIFA RECOMMENDED 1 STAR für den anspruchsvollen Standard Amateur- und Breitensport und ist seither auch für internationale Spiele der Nationalmannschaft zugelassen. Ein besonderer Moment für den Fussball in Bangladesch.

Der Weg vom Spatenstich in Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs, bis zur Fertigstellung des Platzes war allerdings ein beschwerlicher. Der Staat in Südasien befindet sich im Einflussbereich des Südwest-Monsuns, so dass Niederschlagsmengen von 1500 bis 2250 mm keine Seltenheit sind. Diese klimatischen Bedingungen stellten die Experten von LIMONTA SPORT vor eine schwierige Aufgabe - die sie mit Bravour lösten.

Besondere Herausforderungen
Aufgrund der starken Niederschläge waren der richtige Untergrund des Kunstrasenplatzes und ein Rohrleitungssystem, das die großen Wassermengen abtransportieren kann, von essentieller Bedeutung. Schließlich sollte der Platz selbst den schlimmsten Witterungsbedingungen standhalten und sich in der Regenzeit nicht wie bisher in einen großen, gigantischen Schlammpool verwandeln.

Das richtige Material zu beschaffen, stand deshalb im Vordergrund. Eine weitere Herausforderung, da die vor Ort vorhandenen Rohstoffe den speziellen Ansprüchen nicht gerecht wurden und die Haltbarkeit des Platzes gefährdet hätten. Auf der Suche nach dem richtigen Material wurden LIMONTA SPORT und lokale Partner in den Nachbarländern Bangladeschs fündig. Die dort gewonnen Bestandteile, wie z. B. Sand oder Steine, wurden veredelt und an die klimatischen Bedürfnisse angepasst.

Der Einsatz von Spezialwerkzeugen und Maschinen, die eingesetzt wurden, um das richtige Maß der Verdichtung und die Ebenheit der Oberfläche zu gewährleisten, spielte in der erfolgreichen Umsetzung des Projektes ebenfalls eine wichtige Rolle. Nicht zu vergessen die erfahrenen Mitarbeiter, ohne deren intensive Arbeit die Fertigstellung des Platzes, der sich schnell zum Mittelpunkt der lokalen Gemeinschaft mauserte, kaum möglich gewesen wäre.

Bestmögliche finanzielle und technische Unterstützung
Jeden Tag nutzen hunderte Kinder jeden Alters den Platz, der in einer der am dichtest besiedelten Gegenden Dhakas steht. Sechs bis zehn Stunden täglich können sie, egal welche Kapriolen das Wetter auch schlägt, ihr Können zeigen. Eine wunderbare Investition in die Jugend und ein erster Schritt, den Fussball in Bangladesch weiter zu fördern.

Ein Weg, der auch von der FIFA begleitet und gefördert wird. Am 6. März 2012 reiste eine FIFA-Delegation unter der Leitung von Präsident Joseph S. Blatter zu einem Besuch nach Bangladesch, um den Kunstrasenplatz einzuweihen. Im Rahmen dieses Besuchs zeigte sich der FIFA-Präsident begeistert, wie sehr sich der Verband und die ortsansässigen Gemeinschaft dafür einsetzen, das Fussballbewusstsein zu verbessern.

"Ihr Land zählt 160 Millionen Einwohner, und ich bin davon überzeugt, dass Bangladesch über das nötige Talent verfügt. Betrachtet man die Qualifikation für die Weltmeisterschaft, sind Sie auf einem guten Weg. Sie sind nicht weit davon entfernt. Vielleicht schaffen Sie es das nächste Mal. Der Fussball ist Hoffnung, Emotion, machen Sie also weiter", sagte Präsident Blatter.

Neben dem Kunstrasenplatz wurden über das Goal-Programm auch die Zentrale des Fussballverbands und eine Fussballakademie gebaut. "Die FIFA kann hier wertvolle Unterstützung leisten", erklärte Kazi Mohammed Salahuddin, Präsident des Fussballverbands von Bangladesch (BFF). "Hauptziel ist es, die Leistungen unserer Nationalmannschaft zu verbessern und sie unter den besten Teams der Asien-Zone zu etablieren."