Perfekte Plätze in Ozeanien

Die FIFA hat erfolgreich ihr erstes Seminar über Spielbeläge veranstaltet. Gastgeber war die Ozeanische Fussballkonföderation OFC in Auckland (Neuseeland).

Vertreter aus allen elf Mitgliedsverbänden der OFC waren in Auckland bei der dreitägigen Seminarpremiere dabei. Zu den Vortragenden gehörten der Manager des FIFA-Programms für Spielbeläge, Stuart Larman, der OFC-Berater für Naturrasen, Laurie Stubbing sowie der FIFA-Berater für Kunstrasen, Dr. Eric Harrison.

Die FIFA hat in anderen Teilen der Welt in der Vergangenheit bereits zahlreiche Seminare zu Spielbelägen veranstaltet. Doch das Seminar in der vergangenen Woche war eine Premiere, weil erstmals Informationen zur Pflege und Instandhaltung von Naturrasen und Kunstrasen in ein und demselben Rahmen vorgetragen wurden.

Einheitliche Standards wichtig
Nach den Worten Larmans ist es sowohl fussballerisch wie auch ökonomisch sinnvoll, Spielfelder in einem optimalen Zustand zu halten. "Wenn keine guten Spielfelder zur Verfügung stehen, kann man keine guten Spieler fördern, und man motiviert niemanden, zu spielen – so einfach ist das", meinte er. "Wenn man die Anlagen hingegen gut pflegt, dann haben sie zusätzlich auch eine längere Lebensdauer."

Es waren auch Vertreter des internationalen Rugbyverbands (International Rugby Board) vor Ort. "Wir haben eine der (sechs) Präsentationen speziell für das International Rugby Board gehalten, denn dort hat man sehr ähnliche Standards, die auf den unseren basieren", so Larman.

"Wir halten das für sehr wichtig, insbesondere in Ozeanien, wo beide Sportarten sehr populär sind, nicht selten sogar Rugby populärer als Fussball. Daher müssen wir darauf achten, dass jeder darüber informiert ist, dass es einheitliche Standards für Kunstrasen gibt.

Es liegt in der Natur der Sache, dass der Spielbelag für die Entwicklung des Fussballs in allen Ländern eine ganz entscheidende Rolle spielt. Ganz egal, ob es darum geht, den Spitzensport zu fördern oder die Bedingungen für die Basis zu verbessern - es kommt darauf an, eine klare Strategie und gute Spielfelder zu haben."

Ein Seminar für die ganze Welt
Glenn Turner, der FIFA-Entwicklungsdirektor für Ozeanien, hatte sich stark engagiert, um das Seminar in diesem Teil der Welt abzuhalten. Nach Larmans Worten haben auch schon andere Konföderationen ihr Interesse angemeldet.

"Wir wissen, dass überall Bedarf besteht. Daher bin ich ganz sicher, dass die Nachfrage sehr groß sein wird", so Larman. "Wir haben noch gar nicht begonnen, die Werbetrommel für dieses Seminar zu rühren. Doch sobald wir dafür Werbung machen, werden wir sehr schnell Reaktionen bekommen. Wir werden versuchen, das Seminar rund um die Welt anzubieten."

Bei dem historischen Seminar waren die Generalsekretäre nahezu aller OFC-Mitgliedsverbände anwesend. Daneben waren auch zahlreiche Platzwarte aus den jeweiligen Ländern vor Ort.

Die amtierende Vorsitzende des Fussballverbands von Samoa, Sarai Bareman, sagte, das Seminar sei für die zukünftige Entwicklung der fussballerischen Infrastruktur in ihrem Heimatland außerordentlich hilfreich gewesen. "Es war sehr informativ, genau zu erfahren, welche Pflege- und Instandhaltungsmaßnahmen erforderlich sind, um einen Platz in einen optimalen Zustand zu versetzen", sagte Bareman.

"Als Verwalterin weiß ich zwar alles über die Leitung eines Büros, aber was Spielfelder und Plätze angeht, habe ich nur wenige Kenntnisse. Ich habe hier sehr viel mehr darüber erfahren, genau wie ich es mir erhofft hatte. Unser Platzwart sagt mir immer wieder, was wir brauchen und tun müssen. Jetzt kann ich viel besser verstehen, wovon er eigentlich spricht."